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Tara, Border Collie, 18 Monate, Hündin, kastriert.
Tara wurde schweren Herzens von ihrer verzweifelten Besitzerin
abgegeben, weil die Familie völlig mit ihr überfordert war.
In der Wohnung hat Tara sich entweder in ihre Box zurückgezogen und war
nicht dazu zu bewegen, diese wieder zu verlassen. Oder sie war ganz
aufgedreht, machte lautstarke Spielaufforderungen und zerkaute/zerstörte
verschiedene Gegenstände.
Beim Spazierengehen zog sie sehr stark an der Leine und zeigte sich
aggressiv anderen Hunden unterschiedlichen Alters und Geschlechts
gegenüber.
Um Tara besser auszulasten, war ihr Frauchen regelmäßig mit ihr in der
Hundeschule, hat sie am Fahrrad laufen lassen und mit ihr Frisbee
gespielt. Außerdem hat sie sehr ausdauernd mit einer „Hundefreundin“
gespielt und war dort gern draußen im Garten.
In der Pflegestelle musste sich Tara in das vorhandene Rudel einfügen (3
Bordercollie-Hündinnen: 13 Jahre, kastriert; 10 Jahre und 4 Jahre,
kastriert). Die beiden Älteren zeigten ihr ganz deutlich, dass sie auf
Abstand bleiben soll. Mit der jüngsten Hündin spielt Tara gern,
akzeptiert aber auch eine Zurückweisung. Tara orientiert sich sehr stark
an den anderen Hunden und kann in deren Gesellschaft auch stundenweise
allein bleiben. Dabei kann es allerdings vorkommen, dass sie ihre Decke
oder das Körbchen ankaut.
Tara kann mittlerweile recht gut an der Leine gehen, auch wenn die
anderen Hunde frei laufen. Sie ist aber auch abrufbar und sucht
Blickkontakt wenn sie frei läuft. Hundebegegnungen an der Leine laufen
mittlerweile relativ stressfrei ab, wenn man ihre Aufmerksamkeit vorher
auf sich lenkt.
Tara sucht dringend ein Bordercollie-erfahrenes Zuhause in dem sie die
nötige Ruhe und feste Regeln bekommt. Sie sollte zu einem souveränen
erwachsenen Hund, an dem sie sich orientieren kann und der ihr auch mal
zeigt, wo es lang geht. Sie braucht eine absolut konsequente Erziehung
und eine Beschäftigung bei der sie nicht „hochfährt“. Tara sollte nicht
mit kleinen Kindern zusammen leben, da sie diese permanent und lautstark
zum Spielen auffordert. Ein eingezäunter Garten wäre wünschenswert.
Update (31.03.10): Tara verhält sich mittlerweile im Alltag
unproblematisch, sie zeigt im Gegensatz zu vielen anderen Nothunden kein
Hüteverhalten, im Spiel werden andere Hunde zwar auch mal fixiert aber
das wird eher als Spielaufforderung aufgefasst. Wenn der andere Hund
nicht reagiert, verliert Tara schnell das Interesse. Katzen würde sie
gern hinterherjagen, deshalb sollte sie nicht zu Kleintieren vermittelt
werden.
Tara lernt sehr schnell und wird sich in den richtigen Händen zu einem
wahren Traumhund entwickeln.
Update (18.05.10): Tara geht gut an der Leine und verhält sich meist
zurückhaltend bei Hundebegegnungen. Sie kann mittlerweile sogar ein paar
Tricks, wie "Zeitung bringen", für ein Leckerlie tut sie (fast) alles.
Jeder Besucher wird von ihr mit Zuwendung überhäuft, aber keiner will
sie mitnehmen!
Tara ist ein Nothund ohne die typischen "Macken". Sie muss definitiv
nicht hüten und braucht auch sonst keine Ersatzbeschäftigung bei der sie
auf irgend eine Art "Hochfährt". Sie braucht lediglich ihre täglichen
Spaziergänge, evtl. auch mal am Rad und gelegentliches Spiel mit anderen
Hunden. Absolut wichtig ist eine souveräner Hundeführer, der ihr die
nötige Sicherheit vermittelt und ihr konsequent Grenzen setzt.
Kontakt:
Holger Lindner
Tel.: 04946/916929
E-Mail:
katja_und_holger@web.de
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