Naseweiss, Border Collie, 4 1/2 Jahre, Rüde.
Naseweiss ist im Juli 2005 geboren, unkastriert und lebt mit unserem
Kuvazrüden zusammen bei uns in Haus und Garten. Leider müssen wir aus
dem Haus ausziehen und deswegen einen bzw. 2 Plätze für beide Hunde
suchen.
Naseweiß ist ein sehr sensibler BC, oftmals unruhig und nervös. Wir
denken, dass wir ihm zwar ausreichend Liebe und Streicheleinheiten geben
konnten aber das, was er vermutlich wirklich braucht- das Schafe hüten
oder eine ähnliche Herausforderung- konnten wir ihm nie geben. Von klein
an jagte Naseweiss Schatten, mal mehr, mal weniger. Wir haben erst sehr
spät begriffen, dass es wohl an mangelnder Auslastung liegt und müssen
uns nun eingestehen, dass wir Naseweiss wohl nie das geben konnten, was
er wirklich braucht.
Vom Wesen her ist er ein absolut lieber und verschmuster Hund, der sehr
sehr viel Körperkontakt sucht, wenn er Vetrauen gefasst hat. Er behütet
unsere Familie und seinen Kuvasz- Kumpel allerdings sehr stark, was
immer schlimmer wird. Bei Spaziergängen zieht er oftmals stark, vor
allem wenn wir als Familie raus gehen. Er ist fremden Hunden gegenüber
in Anwesenheit seines Kuvasz- Kumpels agressiv, in seiner Abwesenheit
oft eher schüchtern und vorsichtig. Ohne Leine konnten wir ihn nur auf
(hoch!) eingezäuntem Gelände laufen lassen, da er, wie schon erwähnt,
leider bei lauten Geräuschen ganz verstört wegrennt und schreckliche
Angst hat. Er springt dann auch Mauern hoch und sucht sich, egal wie,
einen Weg um zu flüchten.
Im letzten Jahr hatte Naseweiss an zwei aufeinanderfolgenden Tagen einen
epileptischen Anfall. Wir sind natürlich sofort in die Tierklinik
gefahren wo wir mit einer Spezialistin sprachen die uns riet, abzuwarten
ob dies wieder vorkäme, da es bei BC nicht untypisch wäre. Bisher
scheint Naseweiss keinen dieser Anfälle mehr gehabt zu haben, zumindest
nicht in unserer Anwesenheit.
Naseweiss wurde auf einem Hof geboren wo seine Eltern, 2 ausgebildete
BC, Schafe hüteten. Vermutlich mussten Naseweiss und seine Geschwister
miterleben, wie seine Mutter von einem Traktor überfahren wurde. Alles
was sich schnell bewegt ist ihm nicht geheuer, er bellt Autos, Fahrräder
und alles auf Rädern an.
Mit viel Übung und Geduld würde Naseweiss wahrscheinlich ein sehr guter
Hütehund werden. Er ist sehr, sehr intelligent und gelehrig, da er aber
auch sehr sensibel ist, braucht er eine geduldige und nicht strenge
Hand.
Er lebt bei uns neben seinem Hundefreund zusammen mit unserem 3-
jährigen Sohn. Da er Naseweiss gegenüber aber oft zu aufdringlich ist,
wäre Naseweiss in einer Familie wo es ältere Kinder gibt besser
aufgehoben als bei Familien mit Kleinkind oder kleinen Kindern. Wir
suchen eine Familie oder eine Person die sich auf das sensible Kerlchen
einstellen kann und ihn ohne Härte weiter erziehen kann- an Strafe oder
Härte würde seine Seele zerbrechen. Wünschenswert wäre uns, dass wir
unseren Freund auch nach einer Vermittlung besuchen dürfen, denn es
fällt uns sehr, sehr schwer dass wir uns von ihm trennen müssen. Wir
werden ihn schrecklich vermissen, haben aber auch jetzt verstanden,
nachdem wir uns im Forum viele Beiträge durchgelesen haben, dass wir
Naseweiss niemals gerecht werden können, auch nicht, wenn wir in Zukunft
nach einer anderen Wohnung suchen würden wo wir die Hunde mitnehmen
könnten. Leider wird uns das jetzt erst klar. Egal wie es kommt, wir
möchten einfach nur dass es unseren Hunden in Zukunft, dort wo sie
hoffentlich einmal leben werden, bedingungslos gut geht, weil wir sie
wirklich sehr lieben.
Kontakt:
Alexandra Sangs
Tel.: 0172/ 7043057
E-Mail:
familie.sangs@gmx.de
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