Rex ist vermittelt!

Rex, Border Collie, 6 Jahre, Rüde

[Update am 25.05.2015: Rex ist vermittelt.]

So beschreiben die Besitzer Rex: „Rüde, geboren 2009, gezüchtet von einem Schäfer, der mit Border Collies gearbeitet hat. Er wurde an einen Koppelschafhalter weitergegeben, der ihn im Zwinger unter schlechten Bedingungen hielt. Im Dezember 2011 habe ich ihn von dieser Haltungsweise befreit.

Es zeigte sich bald, dass er für die Hütearbeit nicht so gut ausgebildet war wie ursprünglich angenommen.
Wir behielten ihn trotzdem, weil er ein freundlicher und umgänglicher Hund ist. Er hat freien Auslauf in unserem eingezäunten Hof, samt Garten, Nebengebäuden und Stall. Er kann sich den ganzen Tag frei bewegen, ist schon mal allein am Grundstück, wenn wir nicht da sind, (was nun leider häufiger vorkommt.) Nachts schläft er abgetrennt im Stall in der Nähe der Schafe. Er ist also an ein landwirtschaftliches Umfeld, Hühner, Enten und Schafe und ein Leben im Freien gewohnt. Er fährt gern auf dem Traktor mit, mag auch das Autofahren, verfügt über (ausbaufähigen) Grundgehorsam, spielt mit unseren Kindern Fußball, läuft neben dem Fahrrad, mag gerne Renn- und Zerrspiele… Er ist sehr unterwürfig und anschmiegsam, hat noch nie geknurrt oder geschnappt, lässt sich überall anfassen. Baden mag er nicht so sehr, denn er ist sehr wasserscheu. Er ist anfangs sehr ängstlich gegenüber Neuem und Unbekanntem. Die Gründe für die Abgabe liegen in unserer privaten Situation. Es haben sich gravierende Veränderungen ergeben, die es uns unmöglich machen, soviel Zeit und Aufmerksamkeit aufzubringen, wie ein Border Collie bräuchte. Zur Zeit hilft uns jemand als Gassigeher aus, aber das ist keine Dauerlösung. Er zeigt nun schon erste bordertypische Ersatzhandlungen (Schafe im Stall oder Hühner anbellen). Wir glauben, dass Rex bei erfahrenen Haltern, die sich mit den besonderen Bedürfnissen der Rasse auskennen, dieses Verhalten wieder ablegen kann.
So beschreibt ihn der Gassigeher: „Er hat sich sehr schnell auf mich eingestellt, ist leicht ansprechbar und hat einen ausgeprägten „Will-To-Please“. Er reagiert auf Fingerzeig, Körpersprache, Töne und Kommandos. Im Wald gehe ich sicherheitshalber mit Schleppleine, die aber nicht zum Einsatz kommt, weil er auf Rückruf sofort umkehrt und da ist. Auf den Fahrradausflügen sind uns Reiter, andere Radfahrer, Nordic-Walking Leute begegnet. Ich ließ ihn absitzen und er blieb bei allen Begegnungen unbeeindruckt. Mir ist aufgefallen, dass er viel die Nase einsetzt, mit erhobenem Kopf wittert oder am Boden Spur aufnimmt. Die verfolgt er dann ganz konzentriert. Nasenarbeit aller Art (Fährte, Mantrailing, Suchspiele) wäre sicherlich eine sinnvolle und auslastende Beschäftigung für ihn.“

Wir wünschen uns hundeerfahrene Menschen mit Sachverstand, mit viel Zeit und Geduld, mit Verständnis für ihn und seine Besonderheiten und eventuell aufkommender Macken. Es ist besonders wichtig, Rex nicht nur körperlich, sondern vor allem durch anspruchsvolle und ruhige Kopfarbeit auch geistig auszulasten. Wir wünschen uns für ihn ein neues Zuhause, vielleicht ein Haus mit Garten, einen Platz an dem er bleiben und sein Leben verbringen und dort alt werden darf. Möglichst im ländlichen Raum, er sollte nicht in der Stadt gehalten werden.

 

DSCI9736 DSCI2771 DSCI5447 20150304_142946 20150304_143019 DSCI5531

Kommentare sind geschlossen.