Linus ist vermittelt!

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Linus, Border Collie, 2 Jahre, Rüde.

[Update vom 14.09.2013: Linus ist in sein neues zu Hause gezogen.]

Linus ist seit etwa 2 Wochen bei uns zur Pflege. Wir haben ihn als Pflegehund aufgenommen, da die eigentliche Besitzerin aus gesundheitlichen Gründen den Hund nicht weiter halten kann.

Linus ist 22 Monate alt, ca. 60 cm groß. Leider wurde bei ihm kurz nach Ostern festgestellt, dass er an Epilepsie leidet. Er ist auf das neue Medikament Pexion eingestellt und verträgt dieses auch sehr gut. In den 3 Wochen, seit er bei uns ist hatte er keine Anfälle.Wir selber haben schon 2 Hunde und 2 Katzen. Dies hat uns allerdings nicht davon abgehalten den Linus in Pflege zu nehmen. Alleine aus dem Grund, dass er sonst möglicherweise im Tierheim gelandet wäre. In den ersten Tagen war soweit auch alles normal, d.h. die Hunde haben sich gut vertragen und die Katzen haben dem Hund gezeigt, das sie nicht begeistert von ihm sind, aber dieses Verhalten ist bei unseren Katzen normal und legt sich in der Regel nach ein paar Tagen. Mittlerweile hat sich die Situation verschärft. Linus geht mittlerweile schnappend auf die Katzen drauf. Selbst wenn wir als Menschen die Katzen dann beschützen wollen, springt er schnappend an einem hoch.

In diesen Momenten ist er auch nicht abrufbar, er hat nur noch die Katze(n) im Auge und reagiert auf nichts mehr. Das Verhalten der Katzen ist dann natürlich ähnlich, so dass auch Linus schon mal was abbekommt. Natürlich haben wir bevor wir zugesagt haben den Hund zu nehmen gefragt, ob Linus Katzen kennt. Er hat zwar nie mit welchen zusammen gelebt, aber hat auch vorher nicht negativ auf sie reagiert.

Aber auch die Situation mit unseren anderen Hunden ist mittlerweile anders geworden. Auch die beiden werden mittlerweile von Linus angeknurrt, vor allem im Haus. Wenn die Hunde im Garten sind ist die Situation dagegen relativ entspannt, es sei denn es kommt eine Katze daher….

Leider mussten wir auch feststellen, das der Hund beim Spazierengehen alles andere als entspannt ist wenn ein anderer Hund, den er nicht kennt, entgegen kommt. Dann legt er die Ohren an und ist kaum zu halten. Dabei bellt er recht aggressiv. Für uns und auch für unsere eigenen Tiere ist es kaum noch möglich ruhige Minuten zu finden und auch Linus ist dadurch total gestresst. Das schaukelt sich natürlich irgendwann hoch.

Da Linus aber durchaus auch seine guten Seiten hat (er ist sehr gelehrig, körperlich ansonsten topfit und auch sehr verschmust) würde es uns in der Seele weh tun, den Hund ins Tierheim zu geben.
Wir denken das Menschen, die sich mit Borders auskennen und viel Zeit mitbringen, durchaus noch einige schöne Jahre mit ihm verbringen können. Leider ist ja die Lebenserwartung bei epileptischen Hunden nicht so hoch.

 

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