Leo ist vermittelt!

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Leo, Border Collie, 4 Jahre, Rüde.

[Update am 20.02.2013: Leo ist vermittelt.]

Leo sucht dringend eine Pflegestelle und  /oder ein neues Zuhause.

Leo lebt z.Zt. bei einer jungen Frau mit zwei kleinen Kindern. Sie hat ihn seit April 2012, damals wurde er aus schlechter Haltung „befreit“ (Zwinger, Nutzung als Deckrüde). Er ist ein netter, menschenfreundlicher Hund, problemlos mit Fremden, mit Kindern, Katzen und auch mit anderen Hunden beiderlei Geschlechts. Grund der Abgabe ist, dass die Familie nach Hannover in die Großstadt umziehen muss, dies ist für diesen Hund jedoch keine Option, da er an Straßen mit Autos massiven Stress hat und dann schwer ansprechbar und nicht leinenführig ist.

Ich habe Leo persönlich kennen gelernt. Er ist wirklich sehr freundlich, total unkompliziert mit kleinen Kindern und auch bei Begegnung mit meinen Hunden (Rüde und Hündin) in seinem Garten freundlich, wenn auch etwas aufdringlich; er ließ sich von meiner Hündin zurechtweisen ohne aufzumucken und suchte keinen Streit mit meinem provokant daherkommenden Rüden. Insgesamt wirkt Leo recht jugendlich für seine geschätzten vier bis fünf Jahre. Er ist schwarz-weiß, recht groß (ca. 55 cm) und lang, nicht allzu pelzig. Die Vorderbeine sind nicht so krumm, wie sie auf den Fotos wirken.

Leos Autoproblem ist eine Mischung aus Stress und Hüteverhalten, jedoch keine massive Angststörung. Er steht angeleint dicht neben der Fahrbahn, wenn Autos vorbeifahren, und fixiert sie, springt auch mal vor und zurück, legt sich gelegentlich ab und fixiert. Leinenführigkeit in der Situation gleich null, er wetzt sich durch sein krampfhaftes Ziehen die Krallen extrem kurz. Geht man von der Straße weg in die Seitenstraße, entspannt er sich sofort. Im Garten wenige Meter von der Bundesstraße entfernt kann er unbeschwert Ball spielen, er guckt nur kurz, hat aber gelernt, dass ihn die Autos im Garten nicht verfolgen. Auf Knallgeräusche reagiert er schreckhaft, aber nicht übertrieben panisch.

In den letzten 10 Monaten hat er gelernt, Bälle und Stöckchen zu apportieren, er wird dabei rassetypisch recht manisch, bleibt aber ansprechbar und gibt den Stock in die Hand. Nach meiner Meinung also kein hoffnungsloser Junkie. Er lernt schnell und kann einige Tricks (Pfote, Rolle, tot stellen). Autofahren und Alleinbleiben kein Problem. Also eigentlich ein „perfekter Familienhund“, wenn man diese Autosache passend bearbeitet. Über eventuell vorhandene Hüteveranlagung können z.Zt. keine Aussagen gemacht werden. Bei Bedarf kann dies jedoch von mir getestet werden.

Die familiäre Situation der Hundehalterin ist kritisch, eine Abgabe wegen des geplanten Umzugs unumgänglich. Es wird dringend eine Pflegestelle gesucht.

(Text von Christine Fischer clanalba@freenet.de)

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