Cloud ist vermittelt!

Cloud, Border Collie, 5 Jahre (geb. 22.03.2011) Hündin

[Update am 09.06.2016: Cloud ist vermittelt.]

So beschreibt die Pflegestation Cloud: “ Cloud Wohnt auf unserer Station in der Schwäbischen Alb. Cloud kam zusammen mit vier anderen Hunden von einem Musher. Dort wurde der Hütehund nicht sehr gut behandelt, weshalb wir ihn ebenfalls übernommen haben, obwohl Border Collies nicht unsere Spezialität sind. Dennoch soll Hündin Cloud eine Chance auf ein gutes Zuhause bekommen. Cloud ist bei fremden Menschen zunächst eher reserviert und beobachtet, wenn sie die Menschen dann kennt, bricht das Eis schnell und sie ist freundlich und anhänglich. Daher sollten Kinder (und deren Besuch) schon älter und vernünftig sein, damit es nicht eventuell zu unschönen Situationen kommt. Kleinere Kinder sind oftmals sehr ungestüm und schnell begeistert von so einem adretten Fellknäuel wie Cloud es ist. Ein weiteres Problem ist, dass die Hündin in stressigen Situationen als Übersprungshandlung hütet, das macht sie zumindest bei anderen Hunden. Bei Hütehunden hört man oft, dass das auch bei kleineren Kindern geschehen kann, weshalb wir lieber sichergehen. Dies klingt bestimmt negativer als es gemeint ist, dennoch sollte kein Risiko eingegangen werden. Sowohl zum Wohle der Menschen als auch zum Wohle der Hündin. Eine Stresssituation ist die Fütterungzeit in der Station. Vielleicht wird das in einem ruhigen Haushalt auch anders aussehen, wenn nicht so viele Nahrungskonkurrenten „Schlange stehen“, ggf. musste sie sich in ihrem Vorleben auch Fressen etwas erkämpfen. Das kommt in Gruppenhaltung unter solchen Umständen leider öfter vor. In geordneten Verhältnissen kann sich dieses Problem leichter beheben lassen. Da das Hüteverhalten ein Teil des Jagdverhaltens ist, ist das durch schlichtes Verbieten nicht in den Griff zu bekommen. Es sollte auch eher als Symptom für den Stress gedeutet werden, d.h. dass sich am Auslöser besser arbeiten lässt, als am Symptom selbst, gemäß dem Motto „Vorsicht ist besser als Nachsicht“. Aber selbst wenn sie ins Hüten verfällt: Sie bleibt ansprechbar und hat bisher auch noch nicht geschnappt. Wenn man das Problem also gekonnt an der Wurzel packt und etwas geduldig ist, sollte sich dieser „Drang“ gut kontrollieren lassen. Ansonsten ist Cloud ganz typisch Border Collie. Sie braucht Ruhe und Entspanung und muss dies auch ganz dringend verinnerlichen. Die Auslastung sollte also gar nicht so actionreich sein, wie man sie sich bei einem Border Collie vorstellt. Agility, Fahrradfahren usw. drehen Cloud auf, viel besser sind moderate Bewegung, die Nase und den Kopf etwas enzusetzen und ansonsten das Entspannen lernen. Dann kann Cloud ihre positiven Eigenschaften komplett entfalten, die Liebhaber dieser Rasse so zu schätzen wissen (z.B. guter Grundgehorsam, Freilauf, schnelle Auffassungsgabe, Arbeitswille bzw. „Mitmachwille“). Die Hündin braucht also Menschen, die solch einen Typ Hund mögen, damit alle Beteiligten ein harmonisches gemeinsames Leben führen können.“

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