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In Erinnerung an Romeo

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Romeo, Border Collie, 3,5 Jahre (geb. 11.04.2012), Rüde, kastriert.

[20.05.2015: Romeo ist leider an seiner Krankheit verstorben.]

So beschreibt die Besitzerin Romeo: „Charakter: Selbstbewusstes Auftreten: trägt Kopf und Rute hoch. Ist mutig und immer lustig, arbeitet sehr gern – macht alles mit und ist sehr vielseitig begabt. Allerdings ist er auch ein „kleiner“ Kontrollfreak (seine Menschen, andere Hunde) – er möchte alles im Griff haben (passt natürlich zu seiner Rasse).Verhalten und Zustand: Mittlerweile hat Romeo gelernt, sich zuhause auszuruhen. Er liegt ruhig und schläft viel. Nachts schläft er auch fast immer durch (entweder in seiner Box oder auch frei in der Wohnung). Er kann ohne Probleme, selbst für mehrere Stunden, alleine bleiben. Gassi im Freilauf ist ein Traum: Er hält immer Kontakt mit seinem Menschen, Kommt sofort, wenn man ihn ruft, es interessieren ihn keine Radfahrer, Jogger, Fußgänger und sonstiges mehr, andere Hunde/Menschen treffen ist völlig entspannt (nur bei Autos ist er noch extrem angespannt, aber nicht mehr hysterisch). Er ist auf jeden Fall immer ansprechbar und abrufbar. Romeo hat überhaupt keine Schwierigkeiten mit anderen Hunden (Hündin, Rüde, kastriert, unkastriert). Er ist sehr sicher in den Begegnungen und geht jedem Streit gern aus dem Weg. Er nimmt mittlerweile auch von sich aus immer mehr Sozialkontakt (Schnüffeln und „Schmusen“) mit anderen Hunden auf. An der Leine laufen ist noch – vor allem je nach Umfeld (z. B. in der Stadt) – schwierig. Er hat einen enormen Vorwärtsdrang und tendiert stark zum Ziehen an der Leine. Seine Impulskontrolle ist sehr viel besser geworden (teils nimmt er sich schon von allein zurück, ansonsten auf Kommando) in der Arbeit sowie im Alltag. Er kann auch gut damit umgehen, nicht immer alles zu bekommen, was er gerade möchte. Er hat gelernt zu warten. Romeo arbeitet jetzt ruhig und konzentriert (Longieren, Treibball, Apportieren, Nasenarbeit, Tricktraining – ist Clicker-erfahren) – es sei denn sein Mensch ist nicht deutlich genug mit Signalworten/Körpersprache, dann kann er schonmal „motzen“. ;o) (wobei er dann ja Recht hat). Autofahren gefällt ihm gut, da entspannt er und schläft. Romeo ist äußerst unkompliziert im Fressen: er mag alles (Obst, Gemüse, Fleisch, Trockenfutter,………..) Als ehemaliger „Ball-Junkey“ fällt es ihm noch schwer, Ruhe an „Bällen aller Art“ zu bewahren, vor allem, sobald diese sich bewegen (z. B. andere Mensch-Hund-Teams spielen Ball) – er ist aber mittlerweile ansprechbar und abrufbar.

Epilepsie: Romeo krampft im Durchschnitt trotz Medikamenten (Libromide und Phenoleptil) einmal im Monat. Immer aus dem Zustand der „Ruhe“ heraus – noch nie in der Aktion. (je mehr Stress er hatte und dann Ruhephasen folgen, desto wahrscheinlicher kommt ein Krampf) Braucht seit ca. 6 Monaten kein Diazepam (Valium) mehr, kann von alleine aufhören zu krampfen. Krampft (Dauer: 2-3 Minuten) ca. 2-5 mal hintereinander mit Ruhephasen von ca. 5 Minuten zwischen den Krämpfen (er uriniert und kotet NICHT beim Krampfen, er sabbert nur sehr stark)

[Alte Beschreibung das Tierheims zu Romeo (2013):„Er ist ein besonderer Sorgenfall. Er hat seit ca. 6 Monaten Epilepsie und hatte bei seiner Besitzerin etliche Anfälle nacheinander, was die Familie natürlich zum einen finanziell, zum anderen auch emotional stark belastet hat. Aus einer Notsituation heraus haben sie sich schweren Herzens dazu entschlossen, Romeo in die Obhut des Tierheims zu geben.

Bei uns zeigt sich Romeo derzeit anfallsfrei. Er ist mit einem neuen Medikament, das ihm zusätzlich zur bestehenden Medikation verschrieben wurde, gut eingestellt und die Epilepsie macht ihm derzeit wenig Probleme. Romeo bekommt 2 x täglich Phenoleptil und zustätzlich 2 x täglich Lipromide.

Romeo zeigt abgesehen von seiner Epilepsie deutliche Verhaltensauffälligkeiten. Diese äußern sich besonders beim Spazieren gehen in eigentlich alltäglichen Situationen. Romeo zeigt permanent deutliches und auffälliges Appetenzverhalten. Er sucht und wartet ständig auf auslösende Reize, auf die er mit übertriebenem Hetzverhalten reagiert (Jogger, Auto, Radfahrer, andere Hunde, aber nicht immer, nur selektiv, situationsabhängig). Sobald bei Romeo dieses Verhaltensmuster ausgelöst ist, lässt er sich nicht mehr unterbrechen und steigert sich immer mehr in sein Verhalten rein.

Romeo kommt aus einer Familie mit vier Kindern. Hautpverantwortlich für die Beschäftigung des Hundes war die 15jährige Tochter der Familie. Es wurde mit Romeo viel Ball gespielt, um ihn körperlich auszulasten. Aufgrund seiner Krankheitsgeschichte konnten weitere Beschäftigungsmöglichkeiten wie Agility leider nicht mit ihm begonnen werden.

Wir glauben, dass Romeo bei erfahrenen Haltern, die sich mit den besonderen Bedürfnissen der Rasse bestens auskennen, dieses auffällige Verhalten nahezu ablegen kann. Dies wird sicherlich ein langer Weg und viel Geduld erfordern. Es ist besonders wichtig, Romeo nicht nur körperlich, sondern voll allem durch anspruchsvolle und RUHIGE Kopfarbeit auch geistig auszulasten.

Romeo zeigt sich – abgesehen von der geschilderten Problematik – als sehr netter und freundlicher Rüde, der durchaus auch verträglich mit Artgenossen ist. Wir wünschen uns für Romeo ein ruhiges Zuhause, möglichst in einem ländlichen Gebiet. Romeo sollte nicht in der Stadt wohnen.

Er wird kastriert und geimpft vermittelt. Außerdem wurden bei uns die Hüften geröntgt. Ebenfalls haben wir durch ein CT eventuelle andere Ursachen für die Epilepsie sowie die Verhaltensauffälligkeiten ausschließen können.“]

 

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