Chap ist vermittelt!

Chap, Border Collie, 6 Jahre (geb. September 2010), Rüde

[Update am 20.11.2016: Chap ist vermittelt.]

So beschreibt die Besitzerin Chap: „Chap sucht neuen Wirkungskreis! Chap ist ein wunderschöner und fröhlicher Tricolor Border Collie, unkastriert, geb. im Sept. 2010 und sehr aktiv und lebhaft, da er aus einer Hütelinie stammt. Er sucht eine verantwortungsvolle, aktive Familie, mit Zeit und Spaß an Unternehmungen, allerdings ist Chap kein Hund der nur als Familienhund nebenbei mitlaufen kann, das fördert bei ihm nur die innere Unruhe und eine extreme Hibbeligkeit. Er muss immer wieder sinnvoll gefordert und aber auch zur Ruhe angehalten werden, dann aber eher Kopfauslastung und ruhige Beschäftigung, da er bei anderen Dingen nur sinnlos hochdreht. Er ist kein Hund für Agility oder Hütespiele, eher Spaziergänge mit Sucheinheiten, Clickern (das liebt er und er ist toll beim free shaping), Tricksen, generell Suche, Intelligenzspiele, alles andere überfordert ihn und erschwert das Zusammenleben. Er ist nicht angehütet, Schafe interessieren ihn nicht, neigt aber zum Balljunkie, was man stark kontrollieren muss. Chap ist sehr sensibel und lieb, sehr gefällig und hat viel will to please, mit Druck und lauten Worten kann er nicht umgehen, mit Stress auch nicht, dazu ist er zu unsicher. Wenn Chap ausgelastet und ausgiebig beschmust wird, dann ist er ein toller Begleiter, ein wunderbarer und fröhlicher Hund. An seiner Leinenführigkeit muss immer wieder gearbeitet werden, da er sehr auf Umweltreize reagiert und das Gelernte dann schnell hintenan stellt, da ist Konsequenz gefragt. Inzwischen hütet er keine Autos mehr an, aber er darf nicht frei an einer Straße laufen, da er Autos dann hinterher laufen würde, fahren sie nur so vorbei dann interessieren sie ihn nicht mehr. Chap sollte nicht in einen Haushalt mit Kleintieren, oder Geflügel, denn das jagt er ( er reagiert sehr stark auf Bewegungsreize – außer es gibt für ihn keine Möglichkeit an die Tiere zu kommen), allerdings kennt und mag er souveräne Katzen, die nicht vor ihm weglaufen. Auch Kinder sollten älter als 6 Jahre sein, da er zwar Kinder toll findet, aber möglicherweise zu kleine Kinder zu viel Stress bedeuten- schreiende Kinder auf der Straße machen ihm dagegen Angst. Chap kann als Einzelhund gehalten werden, schöner wäre es aber mit einer kastrierten Hündin zusammen (mit unserer Hündin versteht er sich blendend), da er nicht gern allein ist – von einem Rüden raten wir absolut ab, es kam hier mit unserem älteren Rüden regelmäßig zu Prügeleien (Chap war nicht der Aggressor), worunter das gesamte Rudel leidet. Chap steht hier aufgrund der Beißerein unter absolutem Druck, was ihm nicht bekommt und zu unserer veränderten Situation noch eine zusätzliche Belastung ist. Außerdem kennt er das Landleben und sollte auch nicht in eine Stadt ohne Garten z.B.. Aber er ist ein toller Bengel, der eine Menge kann. Er hat einen guten Grundgehorsam an dem wir weiter arbeiten. Er kann in Wald und Flur ohne Leine laufen, hört allein prima und ist sehr achtsam seinem Menschen gegenüber. Ihn interessieren weder Kühe, noch Pferde, daran geht er tadellos vorbei. Als Einzelhund ist Chap der perfekte Gentleman, der es seinem Menschen immer recht machen möchte und dann ist er ein toller Begleiter, den man überall mit hinnehmen kann – er liebt Autofahren und Ausflüge und er mag Besucher, draußen interessieren ihn Fremde nicht wirklich, zuhause findet er sie klasse. Chap kann am Rad laufen, das gleicht allerdings anfangs einem Abenteuer, weil er sofort zieht wie verrückt und man das mit Kraft kontrollieren muss, nach einer Weile läuft er tadellos nebenher. Bei Rüdenbegegnungen entscheidet die Sympathie, Hündinnen findet er super. Ich kann mir auch vorstellen, dass er mit ins Büro kommt, bei mir war das früher mehrfach der Fall und er hat sich prima benommen und geschlafen. Chap sucht also erfahrene, selbstbewusste und konsequente Menschen, die ihm Vertrauen schenken und Sicherheit bieten und bereit sind, sich auf ihn einzulassen. Man sollte sich bewußt sein, dass er ein Hund ist der Arbeit erfordert und auf keinen Fall nebenher laufen kann/darf und dass er noch einige Baustellen hat, an denen weiterhin mit viel Zeit gearbeitet werden muss. Wir haben Chap jetzt 5,5 Jahre und ich bin damals durch Zufall an ihn geraten und habe mir sehr viel Mühe mit ihm gegeben. Aber wir werden ihm jetzt nicht mehr gerecht und es wäre mehr als unfair, ihn zwangsweise in dieser Situation zu behalten. Hier wird übrigens roh gefüttert, weil die Hunde das am Besten vertragen. Es wäre schön, wenn das beibehalten werden würde.
Chap wird mit Schutzvertrag und nur gegen Schutzgebühr abgegeben.“

Chap ist der Initiative Border Collie in Not nicht persönlich bekannt. Alle Angaben ohne Gewähr.

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