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In Erinnerung an Spotty

Spotty, Border Collie, 1 Jahr, Rüde

[Update am 08.06.2015: Spotty ist diese Woche an einem Giftköder verstorben.]

[Update am 16.07.2014: Spotty ist vermittelt.]

So beschreibt das Tierheim Spotty: „Fröhlich und erwartungsvoll blickt Wirbelwind Spotty in die Zukunft. Da er in seinem jugendlichen Alter bisher noch nicht allzu viele Erfahrungen sammeln konnte, ist er ganz begierig darauf, Neues kennenzulernen und die Welt zu entdecken. Es gibt aber auch so vieles, das einen vorwitzigen Hundebub reizt und in das man seine neugierige Nase stecken kann! Aus diesem Grund suchen wir für Spotty unbedingt aktive, sportliche und unternehmungslustige Menschen.

Für Couch-Potatoes ist dieser Frechdachs auf keinen Fall der richtige Begleiter. Um ganz ehrlich zu sein, ist ein Border Collie ohnehin kein Hund für den Otto-Normal-Hundebesitzer. Wer sich für diese Rasse interessiert, muss wissen, dass es sich dabei um die intelligentesten und besten Hütehunde der Welt handelt, die nicht nur in Punkto Bewegung, sondern auch was Kopfarbeit und Mitdenken betreffen, hohe Anforderungen an ihre Besitzer stellen. Verhaltensstörungen der verschiedensten Art bis hin zu Aggressivität können die Folge sein, wenn diese arbeitswilligen Powerhunde auf Dauer nicht genügend ausgelastet werden.

Daher möchten wir ganz ausdrücklich davor warnen, sich einen Border Collie allein aufgrund seines – und das lässt sich nicht leugnen – sehr ansprechenden Äußeren anzuschaffen. Spotty ist da besonders gefährdet, denn er ist – wie wir meinen – mit seinem überwiegend weißen, super flauschigen Fell und den lustigen Haarbüscheln hinter den Ohren ein ganz besonders schönes Exemplar seiner Rasse. Doch hinter dem so unschuldig wirkenden Gesichtchen arbeitet ein wacher Geist, der beschäftigt werden will, um nicht auf dumme Gedanken zu kommen. Daher sollte die Anschaffung eines Border Collies nur nach reiflicher Überlegung und Informierung über die Rasse in Angriff genommen werden.

Als Energiebündel braucht Spotty genügend Auslauf und gibt sich ganz sicher nicht mit einer kurzen Runde um den Block zufrieden. Er hat Power ohne Ende, ist ausdauernd und möchte lange Wanderungen unternehmen, auf denen es immer etwas Neues zu entdecken gibt. Sicher wäre er auch ein guter Begleiter für Jogging- oder Fahrradtouren. Fröhliches Spielen, Herumtollen und Herumkaspern gehören für ihn natürlich genauso dazu.
Doch die reine Bewegung genügt Spotty noch nicht, denn wie schon erwähnt, möchte auch sein Köpfchen gefordert werden. Spotty möchte daher viele verschiedene Kommandos lernen und mitdenken müssen, auch kleine Kunststückchen liegen im Bereich des Möglichen. Bisher hat er noch nicht allzu viel Erziehung genossen, daher genießt es Spotty umso mehr, endlich etwas zu tun zu haben. Das Non-Plus-Ultra für ihn wäre natürlich das Hüten von Schafen oder anderen Tieren, denn dazu wurde seine Rasse schließlich gezüchtet. Da dies jedoch heutzutage kaum noch möglich ist, bietet sich als gute Ersatzdisziplin auch Hundesport an, vor allem Agility. Hierbei muss „Hund“ mitdenken und kann sich außerdem nach Herzenslust bewegen.
Charakterlich ist Spotty ein überaus freundlicher Geselle. Befindet er sich in seinem eigenen Revier, kann es zwar sein, dass Fremde verbellt werden, doch meint es Spotty nicht böse. Er ist lediglich wachsam und möchte Herrchen und Frauchen die Ankunft unbekannter Personen melden. Anfangs ist er dann noch etwas unsicher, schließt aber doch sehr schnell auch mit fremden Menschen Freundschaft. Seine aufgeschlossene und neugierige Natur erlaubt es ihm ohnehin nicht lange, sich in ein Schneckenhaus zurückzuziehen – er könnte ja was verpassen…
Was Kinder betrifft, hat Spotty bisher mit Kindern im Alter von 8-10 Jahren zusammengelebt. Er zeigte sich dabei in der Regel gutmütig und sanft, kann aber auch mal warnend knurren, wenn die Kinder es zu wild mit ihm treiben. Mit vernünftigen, nicht zu kleinen Kindern sollte es aber keinerlei Schwierigkeiten geben. Spotty ist ja selbst noch ein richtiger Kindskopf und freut sich über nette Spielgefährten.
Auch mit Katzen hat Spotty übrigens keine Probleme, da er sie bereits aus seiner letzten Familie kennt. Nur Hühner mag er leider nicht. Bei anderen Hunden entscheidet er je nach Geschmack. Mit Hündinnen versteht er sich aber in der Regel gut.
Spotty ist stubenrein und das Leben im Haus gewöhnt. Es kann allerdings vorkommen, dass er sich irgendetwas schnappt und darauf herumbeißt, wenn ihm langweilig ist (zum Beispiel wenn er allein zuhause bleiben muss). Dies ist typisch für Junghunde und wird sich mit der Zeit – genügend Erziehung und Auslastung vorausgesetzt – von allein verlieren.

Wenn Sie also sportlich und unternehmungslustig sind, Spaß an Erziehung und Training haben und genügend Zeit mitbringen, könnte Spotty genau der vierbeinige Kumpel sein, der Ihnen gefehlt hat. Gerne dürfen Sie ihn im Tierheim bei einem entspannten Gassigang kennenlernen. Und vielleicht ist das dann ja auch der Beginn einer wunderbaren Beziehung….“

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