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Karlsson ist vermittelt!

Karlsson, Border Collie – Mischling, 6 Jahre, Rüde

[Update am 24.09.2014: Karlsson ist vermittelt!]

So beschreiben die Besitzer Karlsson: Im Grunde ist Karlsson ein Bilderbuch Border Collie. Mit seinen sechs Jahren besitzt er ein vorbildliches Grundgehorsam (Sitz, Platz, Bleib, Fuß und einige lustige Kunststücke) und ist seinen engen Bezugspersonen gegenüber eine treue Seele. Ganz nach dem Motto „Was Herrchen/Frauchen mit mir machen ist in Ordnung…“, lässt er sich die Ohren säubern, die Krallen schneiden oder auch mal Wunden versorgen. Er bleibt lieb allein daheim, bettelt nicht und nimmt Leckerchen auf Kommando und ist in der Wohnung ein ruhiger Geselle, der sich liebend gerne mit einem Schweineohr in seine Box zurückzieht.Karlsson ist trotz seines Mischlingdaseins ein Border Collie durch und durch. Er lernt für sein Leben gerne und arbeitet sehr gerne mit dem Menschen, andere Hunde werden bei Karlssons Arbeit meist ignoriert.
Er liebt Suchspiele, Apportieren und andere Übungen. Hier sollten die zukünftigen Besitzer ganz viel Kreativität mitbringen, denn Karlsson liebt die Abwechslung. Bei intensiver Beschäftigung fordert er auch nicht besonders viel Zeit ein.

Der kleine Haken am Bilderbuchhund… Perfekt sind wir alle nicht und auch Karlsson hat so seine Macken. Die ersten 3,5 Jahren konnten wir mit stolz behaupten, dass unser Karl ein makelloser Kerl ist. Täglich ging er mit Herrchen ins Büro, begleitete uns zu Partys und begrüßte jeden Menschen mit einem freudigen Schwanz- und Popowackeln inklusive dem glücklichsten Border Collie-Lächeln.
Leider veränderte sich dies mehr oder weniger von einem auf den anderen Tag. Er fing an Fremde abzuchecken und auch bei entfernteren Bekannten kritisch zu werden, bis letztlich der erste Schnapper folgte. Wir reagierten direkt und engagierten einen Hundetrainer um das Problem aus der Welt zu schaffen. Durch die Arbeit mit dem Trainer wurde uns klar, dass wir unseren Karlsson doch etwas zu sehr forderten. Büroalltag, Radfahren, große Gassirunden und Flyball waren einfach zu viel für ihn. Wir drosselten seinen Alltag immens und merkten eine deutliche Besserung. Er wurde entspannter und ausgeglichener.
Die Problematik mit fremden Personen blieb jedoch. Wir kontaktierten somit noch eine weitere Hundetrainerin von „Rütters DOGS“. Karlsson hatte bis dahin nämlich zu seiner Abneigung gegen Fremde auch noch eine intensive Abneigung gegenüber Rüden entwickelt. Im Rahmen von intensiven Einzelstunden erzielten wir sehr schnell Lernerfolge mit Karlsson, denn wie schon geschrieben lernt Karlsson sehr schnell. Ebenfalls waren wir stets bemüht die Trainingstipps möglichst präzise und konsequent umzusetzen. Innerhalb von wenigen Wochen, waren andere Rüden (bis auf den ein oder andere Erzrivalen) für Karlsson nur noch Luft.
Bzgl. fremder Menschen hatten/haben wir jedoch ein immenses Trainingsproblem. Uns als Halter fehlt einfach das Grundvertrauen in ihn. Wir sind in Situationen, wo wir mit Karlsson auf fremde Personen treffen sehr angespannt und können ihm so keine Sicherheit und Souveränität bieten, was für ihn so immens wichtig wäre. Ein Teufelskreis.
Hinzu kommt, dass wir durch Karlssons Verhalten gegenüber Fremden auch im Zusammensein von Karlsson und unserem 1,5jährigen Sohn übervorsichtig sind. Wodurch innerhalb unserer vier Wände eine stets angespannte Stimmung herrscht, die ebenfalls weitere Trainingserfolge enorm ausbremst.

Was wir uns für Karlsson wünschen?
Uns fiel der Entschluss Karlsson abzugeben wirklich nicht leicht. Schweren Herzen haben wir alles uns Mögliche versucht und auch Michaela von Rütters DOGS hat uns stets ermutigt weiter mit Karlsson zu arbeiten, denn auch ihrer Meinung nach ist Karlsson ein ganz toller Hund. Aber wir als Frauchen und Herrchen mussten uns in den letzten Monaten eingestehen, dass das Vertrauen doch einen zu großen Knacks erlitten hat und wir Karlsson so nicht gerecht werden können.
Deshalb wünschen wir uns vom ganzen Herzen für Karlsson Menschen, die ihm einen Neustart ermöglichen. Die ihm ganz unvoreingenommen eine neue Chance geben und mit ganz viel Enthusiasmus das Training fortsetzen und ihm ein tolles Zuhause bieten.
Karlsson braucht nicht viel. Er braucht keinen großen Garten, denn er entdeckt so oder so viel lieber unbekannte Wege, Felder und Wälder und ist bei der Freizeitgestaltung ein absolut aufgeschlossenes Kerlchen (Schwimmen, Bootfahren, Radfahren ist mit Karlsson alles möglich). Er benötigt auch kein großes Hundesportprogramm (Agility und auch Flyball lösen in Karlsson erfährungsgemäß eher Stress aus. Fährtenkurs oder evtl. auch Mantrailer-Übungen könnten wir uns für Karlsson sehr gut vorstellen), wichtig ist ihm täglich Kopfarbeit zu bieten z.B. Arbeit mit dem Futterbeutel/ mehreren Futterbeuteln, Übungen mit der Reizangel, Suchspiele, Aportieren und vieles mehr.
Ansprüche an das zukünftige Frauchen/ Herrchen haben wir nicht viele. Es ist uns lediglich wichtig, dass es Karlsson gut geht und er ein Zuhause findet, wo er auch bleiben kann. Er soll kein Wanderpokal werden. Familien mit Kindern möchten wir eher ausschließen.
Karlsson lebt bisher als Einzelhund, aber wir könnten uns ihn auch gut als Zweithund zu einer Hündin oder einem kastrierten Rüden vorstellen. Letztlich wäre es ganz toll, wenn es zumindest im Bekanntenkreis des zukünftigen Besitzers vielleicht schon den ein oder andere Border Collie oder Aussie gäbe, denn Karlsson liebt das spielen mit anderen Hütehunden.“

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