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Lotti ist vermittelt!

Lotti, Border Collie, 7 Jahre, Hündin kastriert

[Update am 18.11.2014: Lotti ist vermittelt]

Das schreibt uns die Besitzerin über Lotti: „Lotti sucht dringend ein neues Zuhause! Lotti ist eine Border Collie – Hündin kastriert, 7Jahre alt. Die ersten 5,5 Jahre ihres Lebens hat sie auf einer Nordesee-Insel verbracht: auf einem Pferdehof, zumeist in eine Pferdebox gesperrt mit ihren Brüdern und die letzten 4 Jahre allein. Keine Bezugsperson, sich selbst überlassen. So hat sie sich ihre eigene Überlebensstrategie erarbeitet bzw. von ihrer Mutter abgeschaut: Angriff ist die beste Verteidigung. Sie wurde von den Stallburschen unregelmäßig versorgt, geschlagen, getreten und weggesperrt. Während der Hitze musste sie sich gegen die noch verbliebenen Brüder verteidigen: alles wegbeißen – also lernte sie daß andere Hunde ihr gefährlich sind. Als sie zu anstrengend wurde ( sie lief nur noch mit Maulkorb, zu engem Geschirr und zu engem Halsband herum) sollte sie getötet werden. So holte ich Lotti dort voriges Jahr im April ab um ihr den Weg zu einer 2. Chance zu ebnen oder sie ganz aufzunehmen. Sie hat in den vergangenen 11 Monaten sehr viel bei mir und auch von meinem Rüden (Poln. Hütehund) gelernt: Sogar die Angst vor meinem Rüden hat sie verloren, heute toben und raufen beide schön in der Wohnung zusammen, obwohl sie das Sagen dabei hat. Doch das geht nur bedingt gut: sobald sie eine Resourcce bedroht glaubt, einen Hund (=Feind) weit entfernt hört oder andere fremde Geräusche fällt sie in Angstaggression und beißt meinen Rüden. Ebenfalls kippt bei ihr plötzlich die Stimmung und aus Spiel wird Ernst. Der Rüde wiederum weiß nicht warum er gebissen wird und wehrt sich immer heftiger bzw. zieht sich immer mehr zurück und ist schreckhaft geworden. Und die Beißereien häufen sich immer mehr. Lotti hat nie richtig Spielen gelernt, sie kann nicht apportieren, weiß nichts mit einem Ball anzufangen. Deshalb habe ich sie bislang mit Kopfspielen beschäftigt: Gegenstände anzeigen oder div. kleine Kunststückchen. Da sie eine Aufgabe braucht macht sie was sie bislang vom Stall kannte: sie bewacht unsere Wohnung und unser Grundstück. Und das mit soviel Bellen dass sich die Beschwerden der Nachbarn häufen. Dies schaukelt sich immer weiter hoch sodass ich beiden was Auslauf und Beschäftigung anbelangt nicht mehr gerecht werden kann. Speziell Lotti leidet immer mehr darunter zuhause so kurz gehalten zu sein, statt sich körperlich auszupowern. Ist sie mit Mensch allein: dann ist sie aufmerksam, fordert unendlich Streicheleinheiten, spürt jede seelische Veränderung, ist stets bemüht zu gefallen, lernt gern und schnell. Sie ist wunderschön, sensibel und charmant. Und sie ist wesentlich entspannter weil keine Konkurrenz da ist. Was Lotti braucht: Menschen mit ausreichend Hundeerfahrung, sie sollte unbedingt Einzelhund sein und bleiben. Keine Kinder und keine anderen Tiere. Sportliche Menschen, die ihr eine klare liebevolle Struktur und Sicherheit vermitteln, in einem ruhigen Umfeld. Sie sollten bereit sein, mit Verhaltenstherapie dort weiterzumachen wohin ich bis jetzt schon gekommen bin, damit Lotti ihre Angst vor anderen Hunden und Menschen verliert. Lotti hat Verlassensangst und kann nur allein gelassen werden wenn sie in ihrer Box ist. Lotti macht Türen auf. Hohe Mauern oder Zäune sind kein Hindernis. Ist sie an der Schleppleine im Garten und man ist außer Sichtweite beißt sie diese in Sekunden durch. Autofahren geht inzwischen, aber sie muß in einer Box sitzen, möglich etwas zugehängt. Obwohl nur positive Erlebnisse mit Autofahrten verbunden sind, speichelt sie noch immer (vor Stress) extrem sobald es ins Auto geht. Lotti ist geimpft, gechipt und mittlerweile kastriert.“

 

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